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Banana Bread

3. Januar 2015

Banana Bread finde ich eigentlich langweilig. Seit ich 16 bin habe ich immer wieder vegane Kuchen essen müssen, in denen Eier durch Bananen ersetzt wurden. Nichts gegen Bananen, aber es schmeckte dann eben alles nach Banane: Apfel-Kuchen schmeckte ein bisschen nach Apfel – und Banane. Die Weihnachtsplätzchen ähnelten Spritzgebäck und schmeckten aber nach Banane. Die Schwarzwälder-Kirsch-Torte schmeckte nach Schoko und Cosktail-Kirschen, aber eben auch – nach Banane.

Ich entwickelte eine absolute Abneigung gegen alles, was mit Bananen gebacken wurde. Selbst, wenn die Bananen gar nicht mehr der Ei-Ersatz waren, sondern eine Zutat. Schoko-Bananen-Muffins – nichts für mich. Zusammengefasst: Ich war nicht besonders scharf darauf, in unserem Café Banana Bread anzubieten.

Aber irgendwie fehlte etwas Leichtes, etwas zwischen Kuchen und Brot, zwischen Muffins und Suppen – nun, Banana Bread eben. Aber was tun mit meiner Abneigung gegen Bananen? Eines war klar: Die Bananen durften nicht der Ei-Ersatz sein. Ich benutze generell zum Backen gerne gemahlenen Leinsamen, für 5-10 Minuten mit Wasser verdünnt quellen lassen. Dann dachte ich mir, dass eine Menge Gewürze helfen könnten, mein Jugend-Bananen-Trauma zu überwinden: Zum Beispiel schmeckt Banane mit Zimt ganz anders als Banane pur. Konnte diese Idee etwa aufgehen? Ich probierte ein bisschen herum: Was mochte ich in Verbindung mit Banane? Müsli. Das ist eigentlich immer gut: Müsli mit Banane. Also wurde auch Müsli ins Rezept geworfen.

Dann fand ich in einem Kochbuch ein Rezept für ein Bananen-Walnuss-Brot. Ich nahm die Idee der Walnüsse mit in mein Banana Bread. Das Ergebnis war zwar lecker – aber irgendetwas fehlte.

Und dann: Es war kurz vor Weihnachten, die Weihnachtsmärkte waren voll mit Menschen, die essen und trinken wollten und ich stand schließlich vor einem Stollen-Haus. Weihnachtsstollen. Das war eine gute Idee! Wieso nicht das Banana Bread verbinden mit einer Art veganem Stollen? Ich packte in das Rezept noch Soja-Joghurt. Das machte die Konsistenz cremiger und ließ in dem fertigen Banana Bread eine Art „Bank“ entstehen, ganz so wie im Weihnachts-Stollen das Marzipan. (Marzipan selber wollte ich nicht nehmen, immerhin sollte es ja noch ein Brot sein, eben kein süß-süßes Gebäck). Deswegen ist auch keine Art von Zucker in dem Rezept außer Agave und der Fruchtzucker aus den Bananen.

Und das ist daraus geworden:

P1016615

Zutaten

1 1/2 cup Mehl
1 tbs Zimt
3 tsp Backpulver
2/3 cup Bircher Müsli (je nach Geschmack 15 Minuten in Wasser aufweichen)
½ cup Walnüsse, grob gehackt
½ cup Agavendicksaft
2 tsp (helle) Leinsamen, 5-10 Minuten mit 3 tsp Wasser quellen lassen)
1/3 cup Rapsöl
¼ cup Soja-Joghurt (ungesüßt)
3 Bananen, reif, mit der Gabel zerdrückt

Zubereitung

Ofen auf 175 Grad heizen.
Alle Zutaten der Reihe nach vermischen. Den Teig in zwei gleich große Banana Breads teilen, und sie jeweils in eine kleine Form geben. Circa 20 Minuten backen lassen.

Der Teig ist perfekt für die Emaille-Formen von Flacon: http://www.falconenamelware.com/pages/terms (und das Banana Bread sieht darin hervoragend aus;) Wie der Kaffee hervorragend aussieht in den Falcon-Tassen!!)

In Köln sind die Falcon-Produkte zu kaufen bei der Drahtflechterei bei uns um die Ecke in Ehrenfeld: https://de-de.facebook.com/DieDrahtflechterei

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